Auf dieser Seite informieren wir Sie über Selbsthilfegruppen in der Gründungsphase


Neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Gehirntumor

 

Eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Gehirntumor (Glioblastom und Astrozytom) gründet sich derzeit im Raum Limburg-Weilburg. Gesucht werden Betroffene und Angehörige von Menschen mit einem Gehirntumor (Glioblastom und Astrozytom), die eine Gruppe zum Austausch über Symptome und Therapien gründen wollen. Es soll aber auch eine Begegnungsmöglichkeit sein, um sich Leid, Sorgen, Ängste und Probleme von der Seele zu reden und Gleichgesinnte zu finden.

 

 

„Sie haben da etwas in Ihrem Kopf, was da nicht hingehört. Ein Hirntumor. Nach Form zu schließen, ein Glioblastom...” Betroffene kennen solche oder ähnliche Äußerungen von Ärzten, die das ganze Leben von einer Sekunde zur nächsten ändern – sei es als Betroffener oder Angehöriger.

 

 

Ein Leben mit einem Glioblastom und anderen bösartigen Hirntumoren stellt hohe Anforderungen an alle beteiligten Menschen und deren Umfeld. Die weltweite Häufigkeit, an einem bösartigen Hirntumor zu erkranken, liegt bei 3,4 von 100.000 Menschen. 2012 gab es weltweit 266.213 Betroffene, davon 7.000 in Deutschland. Jedoch ist die Tendenz steigend, lagen doch die Zahlen weltweit zehn Jahre zuvor bei lediglich 198.582 Betroffenen. Und tagtäglich erkranken 700 weitere Menschen auf der Welt an einem bösartigen Hirntumor.

 

 

Insgesamt finden sich 150 verschiedene Hirntumorarten. Einige darunter sind bösartig. Der bösartigste und aggressivste ist das unheilbare Glioblastom, der häufigste bösartige hirneigene Tumor bei Erwachsenen. Er zeichnet sich aus durch rasantes Wachstum und hohe Aggressivität. Noch weiß man nicht genau, wie oder wodurch diese Art von Tumor entsteht. Er findet sich oft in der weißen Substanz des Gehirns und ist somit am häufigsten im Großhirn zu lokalisieren, vor allem im Frontal- und Temporallappen (Schläfenlappen). Durch sein schnelles Wachstum entwickeln sich die Beschwerden meist rasch innerhalb weniger Wochen bis Monate.

 

 

Eine Angehörige eines Betroffenen möchte nun eine Selbsthilfegruppe gründen, für Betroffene und Angehörige, aber auch deren Familien, denn es ist auch ein großes Leid für die gesamte Familie. Die Gruppe soll in erster Linie dem Austausch im Hinblick auf Symptome und Therapien dienen. Ganz wichtig ist auch der Austausch über Sorgen, Probleme und seelisches Leid, die dieses Krankheitsbild mit sich bringt. Ebenfalls wichtig ist es, über die Angst vor der Zukunft und den damit verbundenen existenziellen Ängsten für einige Menschen zu sprechen.

 

 

Nähere Auskünfte erteilt gerne die Selbsthilfekontaktstelle im Gesundheitsamt des Landkreises Limburg-Weilburg. Erreichbar ist sie telefonisch unter der Rufnummer 06431 296-646 oder per Mail unter selbsthilfe(at)limburg-weilburg.de

 


Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzkranken

„Wie gehen andere mit dieser Situation um?“ Dieser Frage möchten Angehörige von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, nachgehen und eine Selbsthilfegruppe gründen. Das erste Treffen findet am Dienstag, 18. April, 18 Uhr, in der Gaststätte „Kubacher Hof“ in Kubach statt. Darauf weist die Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Limburg-Weilburg hin. Interessierte sind dazu eingeladen. Ziel der Selbsthilfegruppe soll es sein, Kontakte herzustellen, einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und eventuell auch Hilfen durch Experten anzubieten. Weitere Informationen gibt es bei Ortrud Bock, (0 64 71) 50 83 06, E-Mail ortrudbock(at)gmx.de