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Selbsthilfekontaktstelle Limburg-Weilburg

Was leisten Selbsthilfekontaktstellen?

Die Selbsthilfebewegung hat sich inzwischen - ergänzend zu den professionellen Angeboten des Sozial- bzw. Gesundheitswesen - zu einer eigenständigen Größe entwickelt. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten Selbsthilfekontaktstellen, die sich im Laufe der letzten Jahre etabliert haben. Kontaktstellen nehmen eine Drehscheibenfunktion ein: Sie sind Ansprechpartnerinnen sowohl für Selbsthilfe-Interessierte und Gruppen als auch für professionelle Helfer, Krankenkassen, Behörden, Politiker, Verbände, Medien und die Öffentlichkeit. Durch ihre Arbeit stärken sie Eigenverantwortung und Handlungskompetenz einzelner Betroffener und leisten damit im klassischen Sinne Hilfe zur Selbsthilfe.

Im einzelnen nehmen Selbsthilfekontakt folgende Aufgaben wahr:

 

Sie unterstützen Einzelpersonen bei der Gründung von oder der Suche nach Selbsthilfegruppen.
Sie beraten Selbsthilfegruppen und Selbsthilfe-Initiativen in konzeptionellen, organisatorischen und rechtlichen Fragen.
Sie fördern den Erfahrungsaustausch der lokalen Selbsthilfegruppen untereinander.
Sie stellen Kontakte her zwischen SHG und Fachleuten aus der Gesundheits- und Sozialversorgung
Sie schaffen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit ein selbsthilfefreundliches Klima.

 

Aus diesem Aufgabenprofil wird klar ersichtlich: Die Einrichtung von professionellen Selbsthilfekontaktstellen ist für die Förderung der Selbsthilfebewegung unverzichtbar. Denn erst sie ermöglichen, daß die Selbsthilfebewegung ihre Leistungen voll entfalten kann. Selbsthilfekontaktstellen helfen somit auch in beträchtlichem Maße, die Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen, etwa wenn sie durch ihre Arbeit übermäßige Medikamentierung und Therapeutisierung überflüssig machen. Auch soziale Folgekosten (z.B. durch das Abgleiten von Süchtigen an den Rand der Gesellschaft) lassen sich vermeiden.

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